Der «Pieks» bleibt den Diabetikern vorerst erhalten

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Blutzuckermessung via Kontaktlinse: Die Hoffnung vieler Diabetiker auf diese «pieksfreie» Variante zur Glukosekontrolle hat einen Rückschlag erlitten: Die Forschung und Entwicklung einer smarten Augenlinse ist jetzt eingestellt worden.

Begründet wird dieser Projektstopp vom Biotech-Unternehmen Verily und der Novartis-Tochter Alcon damit, dass die Messergebnisse der Kontaktlinse zu inkonsistent seien. Die Hoffnungen ruhen nun auf einem weiteren Projekt. Ein südkoreanisches Forschungsteam forscht an einer Kontaktlinse, die den Träger nicht mehr per Smartphone-App, sondern mit einem visuellen Signal im Auge über gefährliche Zuckerwerte informiert. Ein erster Prototyp der Kontaktlinse ist inzwischen bei Kaninchen getestet worden. Klinische Studien dazu folgen in rund zwei Jahren.

Weitere Informationen rund um die «pieksfreie» Glukosemessung sind auf dem «Univadis» Medizinportal erhältlich.


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Kopfschmerzen? – Therapieempfehlung frisch überarbeitet

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Kopfschmerzen? – Therapieempfehlung frisch überarbeitet

Die neue «Therapieempfehlung für primäre Kopfschmerzen» der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (SKG) ist soeben erschienen. Die 10. Auflage von 2019 ist komplett überarbeitet worden. Sie ist ein praxisorientierter und evidenzbasierter Leitfaden für Gesundheitsfachpersonen. Hausärztinnen und Hausärzte finden hier einen Kopfschmerzalgorithmus.

Die neue «Therapieempfehlung für primäre Kopfschmerzen» liegt in Deutsch und in Französisch vor. Sie steht auf der Website der SKG zum Download zur Verfügung. Weitere, umfassende Informationen zum Thema Kopfschmerz erhalten Sie auf www.headache.ch

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Spass und Bewegung für Kinder in «ä Halle wo’s fägt»

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Spass und Bewegung für Kinder in «ä Halle wo’s fägt»

Die «ä Halle wo’s fägt» ist ein Indoorspielplatz für Kinder zwischen bis 6 Jahre. Jede Halle wird mit einem erprobten und von Sportlehrern konzipierten Parcours eingerichtet.

Die Kinder bewegen sich nach ihren Möglichkeiten, ihren Interessen und ihrem Können an den gewünschten Stationen. Das Hallenpersonal wird durch den Verein CHINDaktiv weitergebildet und mit dem nötigen Material ausgerüstet.
Die  „ä Halle wo’s fägt“ findet jeweils zwischen Herbst- und Frühlingsferien in acht Kantonen – Solothurn und Aargau, Bern, Luzern, Schwyz, Wallis, Zug und Zürich – an rund 80 Hallenstandorten statt.  Hier engagieren sich auch Gesundheitsfachpersonen der Solothurner Spitäler. In Aarau, am Standort Zelgli, ist es Prof. Dr. med. Gottfried Rudofsky, Chefarzt am Stoffwechselzentrum des Kantonsspitals Olten.
Der Verein CHINDaktiv hat zum Ziel, die Gesundheitsförderung von Kindern im Vorschulalter mit einfachen Mitteln und in räumlich vorhandenen Gegebenheiten zu fördern.


Ein Team aus Ärzten und Pflegern schaut auf einen Bildschirm

Aufbau einer Akutgeriatrie am Bürgerspital Solothurn

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Aufbau einer Akutgeriatrie am Bürgerspital Solothurn

Das Bürgerspital Solothurn baut ab April 2019 eine Akutgeriatrie auf und spezifiziert die ambulante Rehabilitation. Die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in der stationären Rehabilitation erfolgt künftig in Zusammenarbeit mit etablierten Rehabilitationskliniken.

Veränderte Bedürfnisse in der Altersmedizin

Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Zahl der akut erkrankten älteren Menschen mit mehreren Erkrankungen zunimmt. Mit der geplanten neuen Klinik für Akutgeriatrie am Bürgerspital Solothurn erhalten nun auch Patientinnen und Patienten im Einzugsgebiet des westlichen Kantonsteils eine optimale Behandlung durch ein geriatrisch ausgebildetes und geschultes Team unter fachärztlicher Leitung. Die neue Akutgeriatrie am Bürgerspital wird im Endausbau eine ähnliche Grösse haben wie jene in Olten. Dank der ärztlichen Leitung in Personalunion durch die erfahrene Geriaterin Dr. med. Vesna Stojanovic wird es möglich sein, in Solothurn von den Erfahrungen in Olten zu profitieren. Das ärztliche Personal wird an beiden Standorten tätig sein, sodass auch temporäre Engpässe überbrückt werden können. Dies macht die Akutgeriatrie der soH auch im Rahmen der fachärztlichen Weiterbildung noch interessanter.

Insgesamt werden die Solothurner Spitäler zu einem der grössten Versorger in der Altersmedizin schweizweit. «Wir bauen ein attraktives geriatrisches Kompetenzzentrum auf, in dem wir die Betreuung älterer Patienten sowie ihrer Angehörigen nachhaltig in der Region verbessern werden. Die Akutgeriatrie soH möchten wir ausserdem zu einer anerkannten Aus- und Weiterbildungsstätte weiterentwickeln, um unsere Mitarbeitenden langfristig an unsere Institution zu binden», fasst Vesna Stojanovic zusammen.

Vorgesehen ist, dass die neue Klinik für Akutgeriatrie im Juli 2020 ihre Räumlichkeiten im Neubau beziehen wird. Mit ihr werden auch die Pflegenden des Rehabilitations- und Rheumazentrums, die allesamt von der neuen Klinik übernommen werden, in die top-moderne Infrastruktur umziehen. Die Mitarbeitenden der therapeutischen Bereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie werden auch die Patienten der Akutgeriatrie behandeln.

Erfahrene, kompetente Chefärztin

Dr. med. Vesna Stojanovic ist seit Januar 2018 Chefärztin Akutgeriatrie soH. Sie promovierte 1996 in Belgrad sowie 2010 in Zürich zur Doktorin der Medizin. Am Kantonsspital Baden wurde sie 2011 zur Oberärztin Innere Medizin befördert, nachdem ihr das eidgenössische Arztdiplom und der Facharzttitel Allgemeine Innere Medizin verliehen worden waren. Rasch entdeckte Vesna Stojanovic ihr Interesse für die Altersmedizin. 2013 wechselte sie an das Universitäre Zentrum für Altersmedizin am Universitätsspital Basel und am Felix-Platter-Spital. 2015 und 2016 sammelte sie sowohl Erfahrungen in der Alters- und Neuropsychiatrie bei den Psychiatrischen Diensten Aargau AG sowie als Oberärztin Akutgeriatrie und Innere Medizin am Kantonsspital Baden. Ihre abgerundete, hohe Kompetenz im Bereich der Geriatrie wurde ihr 2016 mit der Verleihung des Schwerpunkttitels Geriatrie attestiert. Vesna Stojanovic war ab Mitte 2016 Leitende Ärztin Geriatrie am Kantonsspital Baden.


Reaktion oder Reflex?

Nerven

Reaktion oder Reflex?

Hast du dich schon einmal gefragt, weshalb du den Finger sofort
zurückziehst, wenn du ihn versehentlich über eine Kerze hältst?
Für diesen Reflex muss dein Gehirn nicht einmal denken.

Nehmen wir an, du rennst einen Hundertmeter-Lauf. Du bist im Startblock, vielleicht auch ein bisschen nervös. Plötzlich macht es: «Achtung, fertig, los». Und beim «Los» ertönt ein Knall.

In diesem Moment nimmt dein Ohr den Knall wahr und leitet das Signal über Nervenbahnen ans Gehirn weiter. Das Gehirn weiss, dass man bei diesem Knall so schnell wie möglich losrennen muss.

Es schickt nun schnellstens über die Nervenbahnen ein Signal an deine Beinmuskeln, dass sie sich bewegen und losrennen sollen. Gisch was hesch! Das ist eine Reaktion.

Wenn du deinen Finger über eine Kerze hältst und es dich brennt, ist aber noch schnelleres Handeln angesagt. In diesem Moment senden deine Nerven ein Notsignal, nämlich ein SOS. Denn Hilfe, die Haut verbrennt, man muss was tun!

Dieses Notsignal geht jetzt aber nicht nur hoch ins Gehirn, sondern nimmt in der Wirbelsäule, genauer gesagt im Rückenmark, eine Abkürzung. Dort gibt es Nerven, die dafür sorgen, dass deine Armmuskeln sofort in Bewegung gesetzt werden. du ziehst Deinen Arm zurück und dann erst bemerkt dein Gehirn den Schmerz. Das ist ein Reflex. Du tust etwas, ohne zu denken.


Reflexe sind viel schneller als Reaktionen, die durch das Gehirn ausgelöst werden.

Auge 0,25 Sekunden
Hören 0,17 Sekunden
Tasten 0,15 Sekunden
Reflexe 0,005 Sekunden


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