Pascal Zollinger schraubt an einem Stuhl

Schwimmen? - Lieber im Wasser

Pascal Zollinger schraubt an einem Stuhl

RÜCKBLICK CORONA

Schwimmen? – Lieber im Wasser

Lernende Fachfrauen und Fachmänner Betriebsunterhalt EFZ sind dieses Jahr von den eigentlichen Abschlussprüfungen entbunden worden. Dies erspart wohl Stress. Gleichwohl nimmt es auch die Möglichkeit, sich beweisen zu können.

Regionalmeister über 400 m Freistil, im letzten Lehrjahr zum Fachmann Betriebsunterhalt. Auch künftig will Pascal Zollinger in Beruf und Leistungssport Vollgas geben. Nur: Schwimmen möchte er ausschliesslich im Wasser. Pascal Zollinger ist der erste Lernende Fachmann Betriebsunterhalt EFZ bei den Psychiatrischen Diensten. Er ist fest im Team Technik und Sicherheit eingebunden; im letzten Lehrjahr führt er Aufträge selbstständig aus. Trifft man ihn, so grüsst er mit seinem so ansteckend, breiten Lächeln zurück. Begeistert und mit leuchtenden Augen erzählt er, wie er sich im beruflichen Alltag integriert fühlt. Und auch von seiner sportlichen Leidenschaft: dem Schwimmsport.

Abschluss ohne eigentliche Prüfung

Vorgesehen waren einst schriftliche Tests in Allgemeinbildung und Fachunterricht sowie praktische Prüfungen. Im Corona-Jahr 2020 fallen diese weg. Es zählen die Zeugnisnoten. Zusätzlich hatte der Lehrlingsverantwortliche eine Aufgabe vorbereitet, welche er mit seinem Auszubildenden innerbetrieblich durchführte. Vorteile dieser Prüfungsvariante gibt es durchaus: «Der Lernstress hätte mir schon zu schaffen gemacht. Und auch meiner ganzen Familie.» Wiederum bedauert Pascal, dass er den eigentlichen beruflichen Abschluss, so wie alle davon erzählen, nun halt gar nie erlebt habe. Gerne hätte er sein Können gezeigt.

Schweizweit schliessen im 2020 rund 75’000 Lernende ihre Ausbildung ab. Die soH ist mit rund 200 Lernenden in 13 Berufen eine der grössten Ausbildungsstätten des Kantons.

Weitere Informationen zu den Ausbildungen in den Solothurner Spitälern

Training während Corona

Die Augen strahlen, wenn Pascal Zollinger vom Schwimmen erzählt: «Gemeinsam mit meinem jüngeren Bruder und den Trainingskollegen verbringe ich viel Zeit im und neben dem Wasser.» Während der Pandemie ist das Training ausgefallen. Es habe ihm gefehlt, meint der junge Athlet. Gross war die Freude dann, als sich mit den Arbeitskollegen eine neue Trainingsgruppe auf dem Rad ergab. Gemeinsam strampelten sie hunderte von Kilometern ab. «Solche gemeinsamen Erlebnisse sind es, welche zählen», ist Pascal überzeugt. Er unterstreicht damit den Teamgedanken, beruflich wie privat.

Und was geschieht nach der Lehre?

Möglichkeiten, wie es in der nahen Zukunft weitergehen soll, skizziert der junge Fachmann wie folgt: «Grossartig wäre eine Stelle mit einem Pensum von 50 bis 80%.» So könne er daneben das Schwimmen wieder forcieren. Der Plan B sieht vor, dass er mit einem Praktikum und einem Englischaufenthalt bei seinen Verwandten in Kanada die Zeit bis zur Rekrutenschule im Sommer 2021 überbrücken würde. Schön, wenn junge Menschen ihre Vorstellungen so klar äussern.


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Wie das Coronavirus den Spitalalltag durcheinandergewirbelt hat

Mitarbeitende erzählen, wie sie mit der ausserordentlichen Lage umgegangen sind.

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Kontesa Jakupi hält ihr Baby in den Armen

Alleine im Spital

Kontesa Jakupi hält ihr Baby in den Armen

RÜCKBLICK CORONA

Alleine im Spital

Besucher waren ausgeschlossen, die Behandlungsangebote auf ein Minimum reduziert. Wie war es, als Wöchnerin, allein mit dem Baby? Kontesa Jakupi, stellvertretende Stationsleiterin am Bürgerspital Solothurn, erzählt.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie davon erfahren hatten, dass Sie Ihr Mann im Spital nicht besuchen durfte?

Aufgrund dessen, dass bei mir ein Kaiserschnitt geplant war, konnte ich nicht wählen, ob ich ambulant gebären könnte. Ansonsten hätte ich dies gewählt, da ich mir gar nicht vorstellen konnte, keinen Besuch zu empfangen. Mein Mann hat Ayana ca. 1 Stunde lang bei der Geburt gesehen und musste leider danach eine Woche auf ein Wiedersehen warten…

Ich muss aber dazu sagen, dass es auch sehr erholsam war ohne Besuch. Man konnte sich nur aufs Baby und sich selber konzentrieren.

Wie gross waren die Sorgen um die Gesundheit von Ihnen und Ihrer Familie?

Die Sorgen waren nicht so gross, da ich ja den COVID19-Test vor Spitaleintritt gemacht hatte – Gott sei Dank negativ – und somit sicher war, dass ich gesund war. Da ja die Familie uns nicht besuchen durfte, waren die Sorgen von einer Ansteckung recht gering.

Wie haben Sie sich auf diese Situation vorbereitet?

Wir alle hatten uns an die vorgeschriebenen Massnahmen gehalten. Hatten eigentlich nie Besuch und die Hygiene war ganz wichtig.

Wie wichtig waren die Diskussionen mit dem Partner?

Wir haben sehr viel darüber gesprochen, ob ich den Spitalaufenthalt kürzen kann… Auch in der Familie haben viele Diskussionen und Unterhaltungen über den bevorstehenden Spitalaufenthalt stattgefunden.

Wie wichtig war das Handy als Kommunikationsgerät?

Das Handy war das Wichtigste! Hätte ich kein Smartphone und somit keinen Kontakt mit der Aussenwelt gehabt, dann wäre ich wirklich sehr betrübt gewesen.

Wie hielten es die beiden grossen Geschwister aus, so lange auf die kleine Schwester zu warten?

Da wir mehrmals täglich per Facetime telefoniert haben, konnten die älteren Geschwister Ayana dadurch kennenlernen… Auch ich konnte natürlich sehen, wie es ihnen geht und sie erzählten mir, was sie gemacht haben. Ich war aber sehr traurig, da ich sie nur per Handy sehen durfte… Auch sie haben die Mama und die Schwester sehr vermisst in dieser Zeit.

Wie gestaltete sich der Alltag daheim?

Wir haben viel organisieren müssen, da ja die Grosseltern nicht kommen durften und somit Freunde/Schwester/Schwager alle eingesetzt wurden, damit natürlich auch zu Hause die Betreuung gewährleistet wurde…

Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn dann Corona mal vorbei sein sollte?

Ich freue mich am meisten, Ayana endlich den Grosseltern vorstellen zu dürfen. Diese weilen momentan noch im Kosovo. Wir können es kaum erwarten, dass sie uns endlich besuchen kommen können. Oder umgekehrt. – Und wieder einmal mit Freunden und Familie draussen grillieren mit mehr als 5 Personen.

 

Das Interview wurde schriftlich im Mai 2020 durchgeführt.


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Schmerzen in der Schulter können bei verschiedenen Situationen auftreten. Vielleicht verspüren Sie diese nach einer ungewohnten Belastung oder bei bestimmten Bewegungen. Nicht selten ist der Auslöser unklar. Die Physiotherapie am Bürgerspital Solothurn weiss Rat.

Im Video erfahren Sie:

  • wodurch Schulterschmerzen ausgelöst werden
  • in welchen Situationen der Schmerz spürbar sein kann
  • weshalb Sie verordnete Schmerzmittel einnehmen sollten
  • wie lange Sie Ihre Schulter schonen sollten
  • wann Sie eine Besserung erwarten können

Zudem zeigen wir Ihnen drei einfache Übungen für zu Hause. Die Hauptziele dieser Übungen sind:

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Belastbarkeit und Bewegungsqualität der Schulter
  • Erweiterung der Bewegungsmöglichkeiten


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Wie das Coronavirus den Spitalalltag durcheinandergewirbelt hat

Während der Pandemie war neben der Behandlung von virusinfizierten Patientinnen und Patienten ein Grossteil des übrigen Leistungsangebots der Schweizer Spitäler auf Notfälle und das Notwendige beschränkt. Eingespielte Prozesse und Arbeitsabläufe mussten der neuen Situation angepasst werden. In der Patientenbehandlung, aber auch im Hintergrund. Ausgewählte Mitarbeitende erzählen, wie sie mit der ausserordentlichen Lage in ihrem Berufsalltag umgegangen sind.

Seraphia Köchli, Sport- und Bewegungstherapeutin

Pia Zwahlen, Betriebspsychologin

Nicole Schwab, Stellvertretende Standortleiterin Hauswirtschaft

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Wollen wir uns im Sport verbessern, benötigen wir ein ausdauerndes und stabilisierendes Muskelsystem. Mit Übungen zur Körperspannung können Sie Ihre Muskulatur kräftigen. Richtig und regelmässig durchgeführt können diese zudem gegen Leistenschmerzen helfen.

Das Bundesamt für Sport BASPO hat verschiedene Übungen zusammengestellt, welche die stabilisierende Muskulatur stärken und Ihre Grundkraft optimieren.

Übungen zur Stabilisation und Kräftigung

Vielleicht möchten Sie zuerst herausfinden, wie fit Sie zurzeit sind? Im Fitnesstest der SUVA können Sie dies in wenigen Minuten herausfinden. Anhand von 5 Übungen wird eine persönliche Einschätzung mit passenden Fitnessübungen erstellt.

Fitnesstest

Die SUVA hat zudem verschiedene Fit-Programme zusammengestellt. Hier finden Sie die Links dazu:


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Unser Körper ist nicht gemacht zum Rumsitzen. Er braucht eigentlich jeden Tag Bewegung, sonst wird er krank. Doch: Wie startet man am besten? Mit einem ausführlichen Stretching? Mit Seilhüpfen? Physiotherapeut Hanspeter Studer weiss Antworten.

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SPORTSUCHT

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Daniel Birrer, wie oft kommt Sportsucht vor?

Bei der Sportsucht handelt es sich um eine substanzunabhängige Verhaltensstörung. Zahlen zu Verhaltenssüchten sind schwierig zu schätzen. Deutsche Kollegen gehen davon aus, dass etwa jeder 100. Sportler vereinzelte Auffälligkeiten hat, jeder 1000. Sportler manifeste Störungsmerkmale aufweist und jeder 10’000. Sportler behandlungsbedürftig ist. Das sind natürlich grobe Schätzungen. Eine neuere Studie mit Ausdauersportlern geht davon aus, dass 4.5 % der Befragten zumindest sportsuchtgefährdet sind.

Wie zeigt sich die Sucht?

Verhaltenssüchte sind durch wiederholte, impuls- und zwanghafte Handlungen ohne vernünftige Motivation gekennzeichnet. Sie können nicht kontrolliert werden und entsprechen meist nicht den Interessen der Betroffenen und deren Umfeld. Im Falle der Sportsucht bedeutet das, dass die betroffene Person dem Impuls nicht widerstehen kann, sich zu bewegen und Sport zu treiben. Sie fühlt sich angespannt und erfährt durch Sport ein Gefühl der Erleichterung. Zudem hat Sport treiben generell viele positive physische und psychische Aspekte. Die positiven physischen Aspekte, z. B. auf das Herz-Kreislaufsystem, sind hinlänglich bekannt. Die positiven psychischen Aspekte weniger, beispielsweise die Verbesserung des Stimmungshaushalts, Steigerung des Kompetenzerlebens und des Selbstwerts. «Sich gut, leistungsfähig und wertvoll fühlen» ist natürlich sehr positiv.

Wo liegen die Gefahren?

Es gibt verschiedene Gefahren. Doch man muss zwischen einer Sportsuchtgefährdung und einer erkennbaren Störung unterscheiden. Man spricht von einer Sucht, wenn folgende Merkmale bestehen:

  • Die betroffene Person kann Verpflichtungen in verschiedenen Lebensbereichen nicht mehr nachgehen. Sie ist beispielsweise am Arbeitsplatz abwesend, erreicht nur noch eine verminderte Arbeitsqualität oder nimmt familiäre Verpflichtungen aufgrund der Sporttätigkeit nicht mehr wahr.
  • Das Sporttreiben führt zu physischen Schädigungen.
  • Sport wird trotz Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich oder physischen Problemen impulsartig weiter betrieben. Die Betroffenen können nicht aufhören oder sind unfähig, die Dosis zu verkleinern.
  • Eine Gewöhnung führt dazu, dass die Dosis erhöht werden muss. Somit muss man immer mehr Sport treiben, um die positiven Effekte zu erleben.
  • Wenn man nicht mehr oder nur noch weniger Sport treiben kann, führt dies zu Entzugserscheinungen: Reizbarkeit, Spannungen, Ruhelosigkeit, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle etc.

Sportsucht wird in den Klassifikationssystemen für medizinische Diagnosen nicht als eigenständige psychische Störungskategorie geführt. Das ist aus meiner Sicht korrekt. Problematisch wird das zwanghafte Sporttreiben nämlich vor allem in Verbindung mit anderen psychischen Störungen, wie etwa Anorexie, Bigorexie oder Persönlichkeitsstörungen. Sport wird dann mit der Absicht, Figur oder Gewicht zu kontrollieren oder zu verändern, betrieben. Die Betroffenen versuchen, ein zwanghaftes positives Selbstbild aufrecht zu erhalten.

Wie wird Sportsucht therapiert?

Wir haben bei uns in Magglingen keine Erfahrungen mit Sportsucht. In der Regel wird Sportsucht wie die anderen Verhaltenssüchte therapiert. Dies sind unter anderem Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, Akzeptanz-Commitment-Therapie und achtsamkeitsbasierter Verhaltenstherapie. Von Vorteil ist natürlich, wenn die Therapeuten ein gewisses Verständnis für Sport und Sporttreiben mitbringen. Mittlerweile gibt es einige Einrichtungen in der Schweiz, welche dafür sensibilisiert sind.


Daniel Birrer

ist Leiter der Sportpsychologie der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM. Die Sportpsychologie in Magglingen befasst sich mit dem Wahrnehmen, Denken und Verhalten von Leistungssportlern. Das Augenmerk liegt auf der ganzheitlichen Betrachtung zwischen psychischen Faktoren und der sportlichen Leistung,


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Bewegung

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Unser Körper will aktiv sein, nur ist er es immer weniger. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mehrheitlich auf Bewegungsmangel zurückzuführen sind, sind in der Schweiz die häufigste Todesursache und der dritthäufigste Grund für einen Spitalaufenthalt. Zeit, dies zu ändern.

Bewegungsempfehlungen

Nachfolgend finden Sie die Bewegungsempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit für die verschiedenen Altersgruppen.

Unter hoher Intensität werden Bewegungen verstanden, die leichtes Schwitzen und beschleunigtes Atmen verursachen wie Joggen, Schwimmen, zügiges Velofahren oder Langlauf.

Unter mittlerer Intensität werden Bewegungen verstanden, bei denen man etwas ausser Atem, aber nicht unbedingt ins Schwitzen kommt wie zügiges Gehen, Velofahren, Schneeschaufeln oder Gartenarbeiten.

2,5 Stunden mittlere Intensität oder 1,25 Stunden hohe Intensität pro Woche. Zum Beispiel Velofahren, Nordic Walking, Wandern, Jogging  oder Schwimmen.

Mindestens 1 Stunde mittlere bis hohe Intensität pro Tag. Zum Beispiel Ballsport, Skateboard oder Jogging.

Deutlich mehr als 1 Stunde pro Tag mittlere bis hohe Intensität. Sehr wichtig bei Kindern ist vielfältige Bewegung wie Laufen, Hüpfen, Springen, Klettern, Hangeln, Velo-, Rollschuh-, Skateboard fahren oder Gruppenspiele.


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Bewegung für die Seele

Sport hält gesund oder hilft, gesund zu werden. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Studien zeigen, dass Bewegung bei manchen Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen sogar einen gleich guten Effekt erzeugt wie Medikamente.

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Jeder Schritt nützt

Wir bewegen uns im Alltag immer weniger. Das kann unserer Gesundheit schaden. Denn: Bewegung reduziert das Risiko für zahlreiche Erkrankungen und sie macht glücklich.


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SPORT IN DER PSYCHIATRIE

Bewegung für die Seele

Sport hält gesund oder hilft, gesund zu werden. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Studien zeigen, dass Bewegung bei manchen Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen sogar einen gleich guten Effekt erzeugt wie Medikamente.

«Sport ist die beste Medizin», sagt ein Sprichwort. Deshalb sind Bewegungsprogramme bereits seit einigen Jahren ein fester Bestandteil in der Psy­chiatrie – gerade bei Patientinnen und Patienten mit Angststörungen oder Depressionen. «Wir stellen immer wieder fest, dass Patienten therapeutisch meistens sehr gut auf Bewegungsprogramme reagieren», sagt PD Dr. med. Thorsten Mikoteit, stellvertretender Chefarzt und Leitender Arzt der Psychiatrischen Dienste. Die Psychiatrischen Dienste der Solothurner Spitäler beteiligen sich an einer Nationalfondsstudie, welche die nachhaltige Wirkung von Bewegung bei psychiatrischen Patienten erforscht.

Sanfter Einstieg

Die Patienten, die oft einen nicht sehr bewegungsorientierten Lebensstil mitbringen, körperliche Begleiterkrankungen aufweisen oder aus Angst vor Schmerzen sich kaum mehr bewegen (Psychosomatik), sollen sportlich dort abgeholt werden, wo sie sind. Die Bewegungsangebote sind niederschwellig gestaltet und sollen die Freude an der Bewegung wecken. Aus Studienergebnissen weiss man sogar, dass Sport bei depressiven Patienten zu einer ähnlichen Verringerung ihrer Symptome führt wie Medikamente. Bei einer Betrachtung des Langzeiteffekts ist sogar festzustellen, dass bei Patienten, die nach einer Erstbehandlung regelmässig Sport getrieben haben, das Risiko eines depressiven Rückfalls sank.

Widerstandsfähigkeit fördern

«Wir sind darum der Ansicht, dass der Sport ein wertvolles Mittel ist, um Ressourcen zu aktivieren, welche die Patientinnen und Patienten bereits in sich haben.» Gemäss Thorsten Mikoteit kann regelmässige Bewegung noch viel mehr:

  • Bei Patienten mit einer Angststörung oder Depression wird das Selbstwertgefühl ­gefördert.
  • Die Hirnleistungsfähigkeit steigt bei regel­mäs­siger Bewegung.
  • Die Belastbarkeit bei Stress wird grösser.
  • Schlafstörungen, welche oft ein Begleiter bei ­vielen psychischen Erkrankungen sind, nehmen ab.
  • Sport senkt die eigene Schmerzempfindlichkeit – gerade bei psychosomatischen Patienten, die oft an unspezifischen Schmerzen leiden.
  • Die mentale Stärke wird gefördert.
  • Dank den Erfolgserlebnissen, die Sport bieten kann, wird die Zielerreichungsfähigkeit unterstützt.

In der Gruppe motivierter

Wichtig bleibt natürlich, dass Patientinnen und Patienten bei den Bewegungsangeboten therapeutisch gut begleitet werden. Gleich zu Beginn einen langen Waldlauf zu machen, hat eine gegenteilige Wirkung. Der eigene Körper soll wieder auf eine positive Weise entdeckt werden können. Motiva­tionsfördernd ist hierbei auch die Gruppe.

Trotz allen positiven Wirkungen: Sport- und andere Bewegungsangebote sind insgesamt nur ein Teil einer ganzheitlichen psychiatrischen Behandlung. Sport alleine schützt auch nicht per se vor einer Erkrankung. «Psychische Erkrankungen oder Verhaltensstörungen können nicht einfach wegtrainiert werden», so Thorsten Mikoteit. Aber das Training hilft, damit besser umzugehen.

Bewegungsangebote der Psychiatrischen Dienste

Unter anderem werden folgende, sogenannt körperorientierte Therapien angeboten:
Bewegungs- und Tanztherapiegruppe, Entspannungsgruppe, Sporttherapiegruppe, Nordic Walking, angeleitetes Kraft- und Fitnesstraining, Physiotherapie.

Die Therapieprogramme werden individuell angepasst. Wichtig bei den körperorientierten Therapien ist, dass die Patientinnen und Patienten eine Freude am Programm entwickeln können und dies anschliessend auch nach dem Klinikaustritt weiterführen.


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Isabella Schwab geht in schnellen Schritten

Isabella Schwab,
dipl. Pflegefachfrau HF

überträgt ihre Bewegungsfreude auf die Patientinnen.

Im Spital verbringen Menschen 17 bis 20 Stunden liegend im Bett. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für ein Delir, eine Pneumonie oder einen Sturz. Dem Phänomen „Epidemie des Bewegungsmangels“ wirkt die soH aktiv dagegen.

Beeindruckend im negativen Sinn ist die Abnahme der Mobilität, sobald der Patient liegt. Denn Einschränkungen der Bewegungen hat direkten Einfluss auf den Kreislauf aber zum Bespiel auch auf das subjektive Wohlbefinden. „Raus aus dem Bett“ ist daher eine tägliche Aufgabe für den Patienten; unterstützt durch die Pflege.

Isabella Schwab beschreibt sich selbst als Bewegungsmenschen. In Bewegung sind auch die Prozesse und diverse Projekte hinsichtlich des Umzugs in den Neubau. Kurzum: Auf ihrer Abteilung ist viel los. Neben dem anspruchsvollen Alltag, notabene. Gleichwohl hat Isabella Schwag ein Projekt umgesetzt: „Donnerstag ist Bewegungstag.“ Jeden Donnerstag plant die Bezugspflegende gemeinsam mit dem Patienten, welche Aktivität nun täglich angegangen wird. Ans Patientenboard wird zur Erinnerung ein entsprechendes Symbolbild gehängt, im Pflegerapport erfolgt der entsprechende Eintrag. Ab nun gilt es, sich bis zum nächsten Bewegungstag an die Abmachung zu erinnern und das gewählte Programm auch zu absolvieren.


Antje Wendler mobilisert einen Patienten

Antje Wendler,
dipl. Pflegefachfrau HF

mobilisiert gemeinsam mit den Patienten regelmässig Gelenke und Muskeln, um ihnen die Funktionen wieder bewusst zu machen.

Stürze vermeiden heisst Sicherheit und Vertrauen ins eigene Bewegungsrepertoire zu haben. Mit täglichen Übungen will dies Antje Wendler bei ihren sturzgefährdeten Patienten wiederherstellen.

„Umgheie“ – einfach gesagt

Das Kind weiss, wie es sich anfühlt, wenn es hinfällt. Es hat sich die Fähigkeit erarbeitet, stürzen zu können. Genauso kann es nach dem Sturz wiederum vom Boden aufstehen. Die Erwachsenen haben beides vergessen und verdrängt: Sie können weder stürzen noch sich in Sturzsituationen behaupten. Gerade bei Menschen mit Sturzängsten ist dies ein klarer Nachteil.

Bewegung erlernen als Prophylaxe

Für Menschen im Spital mit Sturzängsten, Patienten mit CVI oder Delir ist diese abhanden gekommene Fähigkeit wiederum von grosser Bedeutung. Als Mitglied der Fachgruppe Kinaesthethik hat Antje Wendel auf ihrer Station entsprechende Massnahmen eingeführt. So absolviert sie mit Sturzgefährdeten ein Programm, damit diese mittels selbstkontrollierter Erfahrung das Aufstehen wieder erlernen. Mit einem klaren Mehrwert: Die Erweiterung der Bewegungskompetenz, so zeigen Studien, ist die effektivste Sturzprophylaxe.


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Edith Esch lachend in ihrem Garten

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PATIENTENPORTRÄT

Verhängnisvolles Kribbeln im Fuss

Edith Esch, 69 Jahre alt, hatte schon einige Male in ihrem Leben Rückenschmerzen, die aber wieder von alleine verschwanden. Diesmal aber spürte sie Lähmungen im Bein. Ein Teil der Bandscheibe drückte auf den Nerv.

«Mein Puls war auf 180. Aber nicht, als der Unfall passierte und ich mir an Ostern beim Hacken im Garten einen Bandscheibenvorfall zugezogen hatte. Mein Puls war auf 180, als ich in den Operationssaal gebracht wurde, kurz vor der Narkose. Obwohl ich mich noch nie so sehr auf einen Spitalaufenthalt gefreut hatte.

Doch von Anfang an. Ich dachte zuerst an einen Hexenschuss, als ich bei der Gartenarbeit plötzlich einen Schmerz im Rücken verspürte. Im Vergleich zum Hexenschuss verschwand dieser Schmerz aber auch nach ein paar Tagen nicht. Ausserdem hatte ich ein Kribbeln im Fuss und begann zu hinken. Ich ging zum Hausarzt, der mich zur MRT-Untersuchung schickte. Die Diagnose war rasch klar: Ein Bandscheibenvorfall, der operiert werden müsse, wollte ich nicht weiterhin hinken. Mein Hausarzt empfahl mir, auch wenn wir in Läufelfingen im Kanton Basel-Landschaft sind, den Eingriff im Kantonsspital Olten vorzunehmen, die Solothurner Spitäler hätten einen guten Ruf in der Wirbelsäulenchirurgie.

Ich war sehr froh, als ich rasch einen Termin für die Operation bekommen und die Aussicht hatte, irgendwann wieder schmerzfrei zu werden. Der Eingriff selbst dauerte nur eine Dreiviertelstunde, danach blieb ich einige Tage im Spital und darf nun sechs Wochen lang nichts heben, das schwerer als fünf Kilogramm ist. Das muss man sich im Alltag gut einprägen – denn mehr als fünf Kilo hat man schnell einmal in der Hand. Mein Mann und meine Nachbarn helfen mir, wo sie können. Nach dem zweiten Tag zu Hause konnte ich bereits die Schmerzmittel absetzen.

Rückblickend denke ich, dass Vertrauen wichtig ist. Das Vertrauen in den Arzt aber auch das Vertrauen, dass man wieder gesund werden kann. Und dann darf man, wenn man ins Spital kommt, ruhig auch einmal loslassen. Das hilft.»sie Lähmungen im Bein. Ein Teil der Bandscheibe drückte auf den Nerv.

Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall, auch Diskushernie genannt, wölbt sich ein Teil der Bandscheibe nach hinten und drängt in den Nervenkanal. Möglich ist auch, dass gallertartige Masse aus der Bandscheibe austritt und direkt auf den Nerv drückt. «Die allermeisten solcher Fälle werden nicht operiert, sondern konservativ behandelt», sagt Dr. med. Stephan Marx, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie der Solothurner Spitäler. Eine Ausnahme bilden Patienten mit Symptomen wie sehr starke Schmerzen oder Lähmungserscheinungen in den Beinen oder der Schliessmuskulatur. In solchen Fällen ist ein rascher operativer Eingriff angezeigt. Am häufigsten treten Bandscheibenvorfälle bei Männern zwischen 30 und 50 Jahren auf. «Da die ältere Bevölkerung heutzutage aber teils bis 80 Jahre sehr aktiv bleibt, behandeln wir immer mehr auch betagtere Patienten», so Stephan Marx.


Prävention

  • Trainieren Sie Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur mit geeigneten Übungen.
  • Achten Sie darauf, schwere Gegenstände nur aus der Hocke mit geradem Rücken zu heben.
  • Sorgen Sie bei Büro- oder Haushaltstätig-keiten für eine aufrechte und entspannte Rückenposition.
  • Unterbrechen Sie lange Sitzphasen, indem Sie sich bewegen.


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