Das Behandlungsteam hilft einer älteren Patientin

Genetik der Alzheimer-Krankheit

Das Behandlungsteam hilft einer älteren Patientin

Alzheimer

Genetik der Alzheimer-Krankheit

Ist Alzheimer erblich bedingt? Welche Rolle die Genetik spielt und ob Sie sich auf sogenannte Alzheimer-Gene testen lassen sollten, erfahren Sie im letzten Video dieser Reihe.

Sehen Sie sich das erste Video dieser Reihe an, um die Krankheit Alzheimer zu verstehen. Zum Video

Im zweiten Video erfahren Sie, warum uns eine Alzheimer-Epidemie droht. Zum Video

Im dritten Video dreht sich alles um die Forschung und wie sie Alzheimer zu stoppen versucht. Zum Video

Empfehlungen für neu diagnostizierte Patienten und ihre Familie erhalten Sie im vierten Video. Zum Video


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Nerv bitte

Das Nervensystem ist ein weitverzweigtes Kommunikations- und Koordinationssystem – mit dem Gehirn als umfassende Schaltzentrale. Einblick in eine faszinierende Welt.

Au weh!

Schmerzen sind zwar unangenehm, aber für den Erhalt des Lebens sehr praktisch. Denn sie teilen dem Körper mit, dass es ein Problem gibt. Die Stärke der Schmerzen helfen dem Körper zudem einzuschätzen, wie ernst das Problem ist.


Eine ältere Patientin im Gespräch mit ihrer Ärztin und ihrer Pflegerin

Alzheimer: eine Botschaft für neu diagnostizierte Patienten und ihre Familie

Eine ältere Patientin im Gespräch mit ihrer Ärztin und ihrer Pflegerin

Alzheimer

Eine Botschaft für neu diagnostizierte Patienten und ihre Familie

Die Diagnose Alzheimer überwältigt. Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie mit der schweren Last umgehen können.

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Kopfschmerzen? – Therapieempfehlung frisch überarbeitet

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«Wir brauchen neue Behandlungskonzepte»

Im Interview mit Dr. med. Vesna Stojanovic, Chefärztin Akutgeriatrie, erfahren Sie mehr über die Behandlung und Betreuung von demenzkranken Patientinnen und Patienten.


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Alzheimer: Wettrennen zur Heilung

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Kopfschmerzen? – Therapieempfehlung frisch überarbeitet

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Kopfschmerzen? – Therapieempfehlung frisch überarbeitet

Die neue «Therapieempfehlung für primäre Kopfschmerzen» der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (SKG) ist soeben erschienen. Die 10. Auflage von 2019 ist komplett überarbeitet worden. Sie ist ein praxisorientierter und evidenzbasierter Leitfaden für Gesundheitsfachpersonen. Hausärztinnen und Hausärzte finden hier einen Kopfschmerzalgorithmus.

Die neue «Therapieempfehlung für primäre Kopfschmerzen» liegt in Deutsch und in Französisch vor. Sie steht auf der Website der SKG zum Download zur Verfügung. Weitere, umfassende Informationen zum Thema Kopfschmerz erhalten Sie auf www.headache.ch

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Reaktion oder Reflex?

Nerven

Reaktion oder Reflex?

Hast du dich schon einmal gefragt, weshalb du den Finger sofort
zurückziehst, wenn du ihn versehentlich über eine Kerze hältst?
Für diesen Reflex muss dein Gehirn nicht einmal denken.

Nehmen wir an, du rennst einen Hundertmeter-Lauf. Du bist im Startblock, vielleicht auch ein bisschen nervös. Plötzlich macht es: «Achtung, fertig, los». Und beim «Los» ertönt ein Knall.

In diesem Moment nimmt dein Ohr den Knall wahr und leitet das Signal über Nervenbahnen ans Gehirn weiter. Das Gehirn weiss, dass man bei diesem Knall so schnell wie möglich losrennen muss.

Es schickt nun schnellstens über die Nervenbahnen ein Signal an deine Beinmuskeln, dass sie sich bewegen und losrennen sollen. Gisch was hesch! Das ist eine Reaktion.

Wenn du deinen Finger über eine Kerze hältst und es dich brennt, ist aber noch schnelleres Handeln angesagt. In diesem Moment senden deine Nerven ein Notsignal, nämlich ein SOS. Denn Hilfe, die Haut verbrennt, man muss was tun!

Dieses Notsignal geht jetzt aber nicht nur hoch ins Gehirn, sondern nimmt in der Wirbelsäule, genauer gesagt im Rückenmark, eine Abkürzung. Dort gibt es Nerven, die dafür sorgen, dass deine Armmuskeln sofort in Bewegung gesetzt werden. du ziehst Deinen Arm zurück und dann erst bemerkt dein Gehirn den Schmerz. Das ist ein Reflex. Du tust etwas, ohne zu denken.


Reflexe sind viel schneller als Reaktionen, die durch das Gehirn ausgelöst werden.

Auge 0,25 Sekunden
Hören 0,17 Sekunden
Tasten 0,15 Sekunden
Reflexe 0,005 Sekunden


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5 Tipps für einen gesunden Rücken

Rückenschmerzen müssen nicht sein. Mit Bewegung lassen sich Schmerzen oftmals vermeiden. Mit diesen 5 Tipps bleibt Ihr Rücken gesund.

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Au weh!

SCHMERZEN

Au weh!

Schmerzen sind zwar unangenehm, aber für den Erhalt des Lebens sehr praktisch. Denn sie teilen dem Körper mit, dass es ein Problem gibt. Die Stärke der Schmerzen helfen dem Körper zudem einzuschätzen, wie ernst das Problem ist.

Medizinisch wird der Schmerz als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis definiert, verknüpft mit einer Gewebeschädigung, die erfolgen könnte oder die bereits passierte. Der Schmerz hindert uns daran, den entsprechenden Körperteil zu bewegen. Oder er führt dazu, dass der entsprechende Körperteil sehr rasch von der Schmerzquelle entfernt wird. Der Schmerz hat also eine wichtige Warnfunktion. Fast überall im Körper befinden sich Nervenfasern, die durch Rezeptoren Reize wie Temperatur, Druck, Verletzung oder Dehnung wahrnehmen und ans Gehirn weiterleiten. Reaktionen, die rasch erfolgen müssen, wie etwa den Finger von der Flamme zurückziehen, werden aber direkt vom Rückenmark ausgelöst.

Apropos Rückenmark. Wenn der Chefarzt Innere Medizin des Spitals Dornach, Dr. med. Armin Droll, gefragt wird, mit welchen Schmerzen die meisten Notfallpatienten ins Spital kommen, dann ist seine Antwort klar: «Rückenschmerzen». Ein plötzlich auftretender Schmerz im Rücken, ein sogenannter Hexenschuss, kann so heftig sein, dass Patienten überzeugt sind, einen Bandscheibenvorfall zu haben. «Bei Rückenschmerzen ist es darum enorm wichtig, die Ursache sorgfältig abzuklären und nicht in jedem Fall gleich zu röntgen», so Armin Droll. Obwohl Patienten es nicht selten einforderten. «Wir achten aber auf klare Hinweise, sogenannte Red Flags, bevor spezifische Untersuchungen verordnet werden. Die meisten Rückenschmerzen verschwinden glücklicherweise von alleine wieder», so der Chefarzt.

Mit Rückenschmerzen auf dem Notfall

Im anderen Fall hatte ein 62-jähriger Patient aus dem Nichts auftretende, massive Rückenschmerzen, die ihn zu einem Aufsuchen der Notfallstation bewogen. Er hatte in den letzten drei Monaten zehn Kilogramm Kör­pergewicht verloren, ausserdem waren seine Laborwerte auffällig und er hatte Klopfschmerzen auf dem 12. Brustwirbel. Eine Computertomographie zeigte einen Nierentumor mit Ablegern in der Wirbelsäule, die einen Bruch des Wirbels auslösten. Der Patient wurde sofort in die Wirbelsäulenchirurgie des Kantonsspitals Olten verlegt, wo anderntags eine Operation erfolgte und der Wirbel stabilisiert werden konnte. Danach wurde die Krebsbehandlung in Angriff genommen.

 

Eine 40-jährige Patientin kam mit plötzlich auftretenden heftigen Rückenschmerzen auf die Notfallstation des Spitals Dornach. Sie war wegen der Rückenschmerzen bereits vor einigen Wochen beim Hausarzt gewesen, der ihr Medikamente gab und Physiotherapie verordnete. Da die Patientin nun aber neu auch Kribbelgefühle in den Beinen spürte, wurde eine Bildgebung mittels Ma­gnetresonanztomographie verordnet. Es zeigte sich, dass aufgrund eines Bandscheibenvorfalls ein Nerv im Rückenmark eingeklemmt war. Dank des Eingriffs des Anästhesisten konnte durch Kortison, das direkt am Nerv selbst gespritzt wurde, der Nerv entspannt werden und die Patientin war nach einigen Tagen Physiotherapie bereits wieder arbeitsfähig.

Was ist ein Hexenschuss?

In der Fachsprache wird ein Hexenschuss als Lumbago bezeichnet. Darunter versteht man einen plötzlichen, sehr heftig auftretenden Schmerz, oft im unteren Rückenbereich. Wegen der heftigen Schmerzen hat der Patient das Gefühl, einen Bandscheibenvorfall zu haben. Meistens handelt es sich jedoch um eine Blockierung eines Gelenks im Bereich der Lendenwirbelsäule oder um eine Muskel-Verspannung.

«Die meisten Patientinnen und Patienten kommen wegen Rückenschmerzen in den Notfall des Spitals Dornach», so Dr. med. Armin Droll, Chefarzt Innere Medizin.


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Lieber unschlank als krank

Der menschliche Körper hat die Grundveranlagung, dass er nicht am Hungertod sterben will. Deshalb, so die Grundregel, funktioniert keine Diät, die mehr als ein Kilo Gewichtsverlust pro Woche verspricht.

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Mit dem Titel wäre eigentlich alles gesagt. Tönt vielleicht etwas kompliziert? Dabei ist alles viel einfacher. Also für den Patienten, weil der Eingriff schonender ist. Und auch für den Chirurgen, weil er äusserst präzis arbeiten kann.

Fünf Regeln, die das Leben verlängern

Mit gerade mal fünf Punkten verlängern wir unser Leben: Verzicht auf Rauchen, gesunde Ernährung, Bewegung, gesundes Körpergewicht sowie mässiger Alkoholkonsum.


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Gezielt vorbeugen statt heilen

Rückenschmerzen müssen nicht sein. Mit Bewegung lassen sich Schmerzen oftmals vermeiden.

Der Weg zu mehr Gesundheit führt über die Treppe. Fitness beginnt mit kleinen Dingen, die man regelmässig tut.


5 Tipps für einen gesunden Rücken

  1. Gehen Sie zu Fuss, fahren Sie Velo und nehmen Sie die Treppe statt den Lift. Bewegung hilft, den Rücken flexibel und fit zu halten.
  2. Wenn Sie eine sitzende Tätigkeit haben: Achten Sie darauf, regelmässig die Sitzposition zu wechseln oder arbeiten Sie an einem Stehpult.
  3. Chatten Sie mit beiden Händen am Smartphone. Das hilft, einseitige Belastungen zu vermeiden.

  1. Heben Sie Lasten mit geradem Rücken hoch und gehen Sie dazu in die Hocke.
  2. Wenn Sie gezieltes Rückentraining machen, denken Sie daran, dass auch die Beweglichkeit des Rückens gefördert werden muss. Kraft alleine hilft nur beschränkt, Rückenbeschwerden vorzubeugen.


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Ohne Last ins Leben

Übergewicht bei Kindern liesse sich mit einfachsten Methoden bekämpfen. Liesse. Denn zentral dabei ist oft die Vorbildrolle der Eltern – und die Tatsache, dass sich Kinder immer weniger bewegen.

Prävention ernst nehmen

Der erste und wichtigste Auftrag eines Spitals ist, Kranke und Verunfallte zu behandeln. Menschlich, kompetent und rasch, unabhängig von sozialem Status oder Einkommen. Das ist eine wichtige Errungenschaft, welche das Schweizer Gesundheitswesen mit Bravour leistet.

Schlank werden dank Operation?

Es gibt Menschen, bei denen jede Diät versagt, die aus verschiedensten Gründen krankhaft übergewichtig, sogenannt adipös sind. In solchen Fällen ist der chirurgische Eingriff zusammen mit einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten oft das letzte Mittel. Mit hohen Erfolgsquoten.


«Je genauer die Diagnose, desto wirkungsvoller die Therapie»

3 Fragen an die Neurologin

«Je genauer die Diagnose, desto wirkungsvoller die Therapie»

Susanna Frigerio, was ist die Aufgabe der Neurologie bei einer Demenzbehandlung?

In der Demenzdiagnostik und -behandlung klären wir ab, ob die von den Patientinnen und Patienten geäusserten Beschwerden Ausdruck einer neurologischen Grunderkrankung sein können, die neben einer möglichen Demenz auch andere Symptome zeigen kann. Je genauer man die Demenzerkrankung im engeren Sinn erfassen und mögliche behandelbare Ursachen eingrenzen kann, desto gezielter kann eine medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie erfolgen.

Demenz lässt sich nicht heilen, aber behandeln. Kommen Patienten denn auch früh genug?

Manchmal erfolgt die Abklärung in der Memory Clinic tatsächlich eher spät, nämlich erst dann, wenn die Symptome bereits stark ausgeprägt sind. Dank der Vernetzung verschiedener Fachgebiete in der Memory Clinic haben wir die Möglichkeit, die fortschreitende Krankheit in mehrerlei Hinsicht zu erfassen, zu stabilisieren und auch die Angehörigen zu unterstützen. Belastende Symptome wie beispielsweise starke Stimmungsschwankungen, Angst oder Orientierungslosigkeit werden zum Beispiel Gegenstand der Therapie. Für diese therapeutischen Massnahmen ist es enorm wichtig, dass man interdisziplinär denkt und alle Instanzen, Fachgebiete und externe Beteiligte in den therapeutischen Prozess miteinbezieht.

Im Kantonsspital Olten werden demente Patienten in einer sogenannten Memory Clinic abgeklärt und therapiert. Was steht hinter diesem Konzept?

In der Memory Clinic findet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit statt. Vertreten sind die drei medizinischen Fachgebiete Neurologie, Alters-medizin (Geriatrie) und Psychiatrie, die in enger Zusammenarbeit mit der Neuropsychologie die Sprechstunde der Memory Clinic anbieten. Ein wichtiges Therapieziel ist, dass wir ganzheitlich behandeln und das gesamte Umfeld der dementen Patientinnen und Patienten miteinbeziehen – also auch deren Angehörige. Oft verweise ich bei hilflosen Angehörigen auf ein Zitat von Arno Geiger, der in seinem Buch über seinen dementen Vater eine Möglichkeit darlegt, dementen Menschen zu begegnen.


Dr. med. Susanna Frigerio ist Leitende Ärztin Neurologie am Kantonsspital Olten



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Isabel Schild war erst 19, als sie einen schweren Hirnschlag erlitt. Trotz gegenteiliger Prognose kämpfte sie sich zurück ins Leben.

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Im Interview mit Dr. med. Stephan Michels erfahren Sie mehr über die Therapie bei einer Demenzerkrankung.


Wie Hammerschläge

Kopfschmerzen

Wie Hammerschläge

Es pocht, es sticht, es schmerzt. Am Hinterkopf, an den Schläfen oder über den ganzen Kopf verteilt. Kopfweh. Fast jede und jeder hatte es schon einmal. In den allermeisten Fällen verschwindet Kopfweh von alleine wieder, in schweren Fällen aber lohnt sich eine Abklärung.

Eines gleich vorneweg: Ein ­Hirntumor oder ein Hirnschlag machen fast nie Kopfschmerzen. Kopfweh ist dennoch einer der häufigsten Gründe, weshalb Patientinnen und Patienten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Oft aus Angst, eine schwere Erkrankung zu haben. In den allermeisten Fällen verschwindet das Kopfweh jedoch von selbst, hatte eine banale Ursache wie zum Beispiel Nackenverspannung oder Stress.

Aber auch an sich harmloses, heftiges und immer wiederkehrendes Kopfweh kann sehr belastend sein, schränkt die Lebensqualität der Betroffenen stark ein und führt zu Arbeitsausfällen. Kopfweh wird in der Medizin ernst genommen, auch wenn man starke Kopfweh­erkrankungen wie etwa ­Migräne nach wie vor nicht heilen, in der Regel aber oft ­lindern kann. Die Internatio­nale Kopfwehgesellschaft hat rund 250 verschiedene Arten von Kopfweh klassifiziert – vom einfachen Spannungskopfweh, welches unter anderem, wie es der Name sagt, mit muskulärer Verspannung oder allgemeiner Anspannung zu tun hat, bis zum Clusterkopfweh, das anfall­artig auftritt und so heftig sein kann, dass Betroffene für kurze Zeit beinahe handlungsunfähig werden.

Warum gibt es überhaupt Kopfweh? Für gewisse Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, spielt die persönliche Veranlagung eine Rolle, es gibt jedoch zahlreiche weitere Faktoren, welche die Entstehung von Kopfweh fördern:

  • Stress
  • Zu wenig Schlaf, Schlafstörungen
  • Unregelmässige Ernährung
  • Alkohol und Rauchen
  • Schlechte Körperhaltung
  • Verspannungen
  • Hormonschwankungen
  • Wetter
  • Infekte wie Grippe, Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung o. a.

Grundsätzlich wird zwischen primärem und sekundärem Kopfschmerz unterschieden. Der ­primäre Kopfschmerz entsteht nicht als Folge von gesund­heitlichen Problemen. Er ist der häufigste Kopfschmerz (80 – 90 %) und hat mit Veranlagung zu tun. Zum Beispiel die Migräne oder der Spannungskopfschmerz gelten als primärer Kopfschmerz. Der sekundäre Kopfschmerz wird durch eine Erkrankung ausgelöst, die harmlos sein kann wie etwa eine Erkältung, aber auch schwerwiegend wie zum Beispiel eine Hirnblutung. Die meisten Kopfwehpatienten, die eine ärztliche Beratung oder den Notfall eines Spitals aufsuchen, haben primäre Kopfschmerzen, aber vielfach Sorgen, dass es sich um eine schwere Erkrankung handeln könnte.

Ärztinnen und Ärzte achten auf bestimmte Symptome, die für sie Warnsignale sind:

  • Das Kopfweh tritt von einer Sekunde auf die andere auf und ist sehr heftig (wie ein Hammerschlag).
  • Das Kopfweh wird von neurologi­schen Ausfällen begleitet wie Lähmungen oder Sehstörungen (ausser die Patienten haben bereits Migräne mit Aura, siehe unten).
  • Fieber (kann aber auch auf einen harmlosen Infekt hinweisen).
  • Kopfweh, welches jeden Tag stärker wird.
  • Kopfweh, begleitet von epileptischen Anfällen oder Verwirrtheit.
  • Kopfweh, welches länger als sieben Tage lang ununterbrochen anhält.

Tritt eines oder mehrere dieser Symptome auf, so ist eine medizinische Abklärung angezeigt.

Vorbeugend hilft gegen Kopfweh, regelmässig und vor allem genügend zu schlafen, regelmässig und nicht übermässig zu essen, genügend zu trinken und – sehr wichtig – Bewegung. Am besten draussen an der frischen Luft. 30 – 40 Minuten leichter Ausdauersport dreimal die Woche ist auf die Dauer oft wirkungsvoller als Schmerztabletten.

Volkskrankheit Migräne

Man geht davon aus, dass in der Schweiz rund eine Million Migränepatienten leben, zwei Drittel davon sind Frauen. Migräne äussert sich durch einen anfallartigen, hämmernden und meist halbseitigen Schmerz am Kopf, der sich bei Bewegung verstärkt. Patienten leiden zudem unter Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Rund 20 Prozent der Migränepatienten haben eine sogenannte Aura. Das heisst, vor den üblichen Migränesymptomen kommen vorübergehende neurologische Ausfälle wie Sehstörungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle in den Armen oder im Gesicht, seltener Sprachstörung oder Schwindel hinzu. Bei erstmaligem Auftreten einer Migräneattacke mit Aura ist eine medizinische Abklärung angezeigt, um andere Kopfschmerzursachen auszuschliessen.


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Stoffwechselzentrum – ganzheitliches Vorgehen

Stoffwechselerkrankungen werden an allen Standorten der Solothurner Spitäler behandelt. Am Kantonsspital Olten aber entschied man sich vor knapp zwei Jahren zur Gründung eines Stoffwechselzentrums und holte damit alle Fachpersonen unter ein Dach. Warum?

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