Blutuntersuchung

Ein Mosaik für die Diagnose

Das Blut enthält viele Informationen. Die richtigen zu finden ist gar nicht so einfach.

Das Blut erfüllt im Körper wichtige Aufgaben. Es transportiert Nährstoffe und Sauerstoff, versorgt den Körper mithilfe von Hormonen und Botenstoffen mit Informationen, und kümmert sich nach einer Verletzung um die Wundheilung. Ausserdem hat es für die Immunabwehr eine wichtige Bedeutung. Die weissen Blutzellen sorgen dafür, dass Viren und Bakterien im Körper bekämpft werden. Hämatologinnen und Hämatologen wie Dr. med. Armin Droll kennen sich mit dem Blut gut aus. Droll leitet am Spital Dornach die Bereiche Hämatologie, Innere Medizin und Intermediate Care.

Die Aufgabe der Hämatologie

Die Hämatologie befasst sich mit dem Blut und möglichen Veränderungen darin. Häufig bedeutet es auch, den Ort der Blutbildung, nämlich das Knochenmark, genauer zu untersuchen. Gleich zu Beginn des Gesprächs räumt Droll mit einem Missverständnis auf. Nämlich der Annahme, dass ein einfaches Blutbild bereits alles über die Gesundheit verrät. «Im Blut findet man nur das, was man sucht. Ich vergleiche das gerne mit einem Blick durch das Fernglas. Dabei sieht man jeweils auch nur den Punkt, auf den man das Fernglas richtet. Was links und rechts davon passiert, wird übersehen, wenn man nicht noch ein Weitwinkelobjektiv dazu nimmt.» Das bedeutet in der Praxis, dass sich Droll, wenn Patientinnen und Patienten zu ihm kommen, nicht nur auf ein Blutbild beschränkt. Denn die Blutwerte können normal sein, obwohl etwas im Körper nicht stimmt. «Es gibt keinen einzigen Blutwert, der alleine aussagekräftig ist. Eine Diagnose ist ein Mosaik, das man zusammensetzt, bis ein komplettes Bild entsteht», erklärt er. Um zu wissen, woran eine Person leidet, braucht es neben Blutwerten auch ein sorgfältiges Gespräch, eine körperliche Untersuchung, und häufig auch eine Laboruntersuchung des Knochenmarks.


Weitere Beiträge

Vernetzte Zusammenarbeit Orthopädie

Mit den heutigen Operationstechniken sind Patientinnen und Patienten viel rascher mobil als noch vor zehn, zwanzig Jahren.

Pflege: Bei uns laufen Informationen zusammen

Die Planung des Austritts fängt bei uns bereits beim Eintritt an. Natürlich ist es ein grosser Unterschied, ob es sich um eine betagte Person handelt, die mit einer Lungenentzündung notfallmässig eingeliefert wird, oder um einen geplanten orthopädischen Eingriff eines jungen Menschen.

Bild vor dem Spital Dornach beim Notfall

Direkt nach Hause

Immer mehr Patientinnen und Patienten gehen direkt in die Notfallstationen der Spitäler statt zur Hausärztin oder zum Hausarzt. Rund drei Viertel der Fälle können entsprechend ambulant behandelt werden.