SPORTVERLETZUNGEN

Wenn die Leiste schmerzt

Leistenschmerzen sind für Sportler ein häufiger Grund, den Arzt zu konsultieren. So klar der Schmerz lokalisiert werden kann, so verschieden sind aber die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Schmerzen in der Leiste können sowohl den anspruchsvollen Spitzenathleten wie auch den Hobbysportler genau gleich betreffen. Leisten-schmerz ist aber nicht gleich Leistenschmerz. Es gibt sehr viele Symptome und noch mehr verschiedene Ursachen. Chronische Leistenschmerzen können zu einem hohen Leidensdruck und verminderter Leistungsfähigkeit führen oder bei Spitzensportlern auch das Karriereaus bedeuten.

Schwierige Diagnose

Zur Bestimmung, was die Ursache der sogenannten Sportlerleiste sein könnte, sind das Arzt-Patienten-Gespräch und die körperliche Untersuchung entscheidend. Um Verletzungen bei Bändern, Muskeln oder Sehnen feststellen zu können, sind meistens auch radiologische Bildgebungen nötig.

Unterschieden wird der Leistenschmerz in drei Hauptkategorien:

  1. Verletzungen von Bändern, ­Muskeln oder Sehnen um die Leistenregion.
  2. Verletzungen des Hüftgelenks.
  3. Sonstige Ursachen wie Leistenbruch, Verletzung der Wirbelsäule, urologische oder gynäkologische Krankheiten und anderes.

Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich sollte nebst einer guten Abklärung nie vorschnell operiert werden. Gerade bei Leistenschmerzen, die auf Verletzungen von Bändern, Muskeln oder Sehnen zurückzuführen sind, lohnt es sich, als Erstes auf manuelle Behandlungen aber auch physiotherapeutisches Training über mehrere Wochen zu setzen. Erst wenn keine Besserung eintritt, sollte eine chirurgische Lösung ins Auge gefasst werden, die dann aber gute Erfolgschancen haben kann. Meist führt die interdiszipli­näre Behandlung aus Sportmedizin, Orthopädie und Hernienchirurgie zur richtigen Lösung. Zögern Sie deshalb nicht, bei dauernden Schmerzen in der Leiste einen Arzt aufzusuchen.


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