PATIENTENPORTRÄT
«Man kann nichts erzwingen»
Trudy Lanz, 82-jährig, hatte Magenkrebs und freut sich auf die Zeit, wenn Corona endlich vorbei ist.
«Irgendwann musste es ja mal kommen, dachte ich damals vor zwei Jahren, als mir der Arzt sagte, ich habe Magenkrebs. Meine Mutter starb an Krebs, meine Geschwister hatten Krebs – das liegt bei uns in der Familie. Doktor Mingrone sagte mir, meine Chancen stünden gut. Aber es sei kein Zuckerschlecken. Vier Chemotherapien vor der Operation und drei nach der Operation – das war das Schlimmste. Mir fielen die Haare und die Fingernägel aus und ich konnte kaum mehr essen. Kein Geschmack, nichts. Manchmal war ich froh, ich brachte noch einen Zwieback runter, so übel war es mir. Aber es wurde wieder gut. Am meisten Freude hatte ich, als ich merkte, dass meine Kräfte zurückkehrten. Dass ich den Krebs besiegt hatte, realisierte ich schleichend. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich wieder vollständig gesund bin. Mein Rezept? Positiv denken und nicht aufgeben. Sich auch bewusst sein, dass man nichts erzwingen kann. Aber wissen Sie was? Meinen Bruder in Kanada werde ich auf jeden Fall noch besuchen, wenn man endlich mal wieder reisen kann.»
Weitere Beiträge
Die Hebamme mit nach Hause nehmen
Der Trend zu kürzeren Spitalaufenthalten gibt es auch bei Geburten. Immer mehr lassen sich schon ab der Schwangerschaft von denselben Hebammen betreuen.
Vom Spital bis zur Spitex
Die beste Versorgung im Spital nützt wenig, wenn die notwendige Nachsorge nach dem Spitalaustritt schlecht oder gar nicht organisiert wurde. Fünf Sichtweisen, wie eine gute Übergabe geplant sein soll.
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Es spricht vieles dafür, manche Kinder oder Jugendliche zu Hause und nicht in einem Besprechungszimmer oder in der Tagesklinik zu behandeln. Auf Hausbesuch im Wasseramt.





