PATIENTENPORTRÄT

«Selbst schlafen tat weh»

Kurt Leu, 68, liess sich vor einigen Monaten ein künstliches Hüftgelenk einsetzen und kann es manchmal immer noch nicht fassen, dass er so lange gewartet hatte.

«Am Anfang hatte ich meine Zweifel, dass ich jemals wieder gehen kann. Ich vertraute aber meinen Therapeuten, die mir gleich nach der Operation noch am Spitalbett versicherten, dass ich doch aufstehen und mein neues, künstliches Hüftgelenk belasten solle.

40 Jahre lang war ich Masseur mit eigener Praxis, da nutzen sich die Gelenke von der einseitigen Haltung mit der Zeit ab. Der Auslöser für die Operation war dann aber ein Sturz beim Tischtennisspiel vor einem Jahr. Ab da schmerzte meine Hüfte. Am Ende waren die Hüftschmerzen so gross, dass es beim Absitzen und Aufstehen weh tat und ich nachts nicht mehr wusste, wie ich schlafen soll. Nach einer Untersuchung beim Hausarzt schickte mich dieser direkt zum Spezialisten Professor Marcel Jakob, der mir einen Operationstermin im Spital Dornach gegeben hat. An die Operation selbst mag ich mich kaum erinnern. Ich weiss nur noch, dass ich Baugeräusche wahrgenommen hatte, was vermutlich das Hämmern oder Schrauben an meiner Hüfte gewesen sein muss.

Heute macht mir die Hüfte fast keine Probleme mehr, ich kann mich wieder so bewegen wie früher. Es zieht nur manchmal noch ein klein wenig. Nur eines würde ich nicht mehr tun: Die Schmerzen so lange aushalten.»


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Dr. rer. medic. Angelika Elsenbast ist promovierte Psychologin und arbeitet als Psychoonkologin am Bürgerspital Solothurn. Sie berät Patientinnen und Patienten, die ein Krebsleiden haben oder hört ihnen oft einfach nur zu.