Schultern

Wenn der Bürojob zu Schmerzen führt

Der Klassiker: eine falsche Haltung, weil man oft und lange vor dem Computer sitzt, führt zu Schulterschmerzen. Die gute Nachricht: In Dornach gibt es für jegliche Beschwerden eine Lösung.

Viel und lange sitzen ist ungesund. Das aus verschiedenen Gründen. Einer davon: Regelmässig stundenlang in einer schlechten Haltung am Pult zu verbringen, schadet der Schulter. Es kann etwa zu einer Schleimbeutelentzündung kommen. Schleimbeutel im Körper dienen als Schutz zwischen Knochen und Sehnen, Muskeln und der Haut. Durch Überlastung oder eben Fehlhaltungen können sich diese entzünden, was sehr schmerzhaft ist und dazu führt, dass man den betroffenen Arm nicht mehr vollständig bewegen kann. «Eine Schleimbeutelentzündung wegen Fehlhaltungen im Bürojob – das ist der Klassiker», berichtet Dr. med. Amir Steinitz, Belegarzt im Spital Dornach und der crossklinik vor Ort, der sich auf das Schultergelenk spezialisiert hat.

Es gibt diverse andere Gründe für Schulterbeschwerden. Dass die Palette so vielfältig ist, ist nicht verwunderlich. «Das Schultergelenk ist das am freiesten bewegliche Gelenk. Es kann in jeder Ebene frei mobilisiert werden», ordnet der Experte ein. Das macht die Schulter besonders, es bedeutet aber auch: «Je nach Freizeitaktivität und Berufsleben muss sie enormen Belastungen standhalten.»

Gründe für Schulterschmerzen unterscheiden sich je nach Alter

Was genau zum Schmerz führt, ist gemäss Steinitz auch altersabhängig. So suchten ihn jüngere Patientinnen und Patienten oft nach Unfällen oder Stürzen und mit ausgerenkten Schultern auf. Bei älteren Menschen seien es eher verletzte Rotatorenmanschetten. Dabei handelt es sich um eine für die Beweglichkeit zentrale Gruppe von Muskeln und Sehnen im Schultergelenk, bei der es etwa zu Entzündungen, Rissen und Abnutzungserscheinungen kommen kann.

Ein Schulterschmerz kann entweder plötzlich und überwältigend sein oder schleichend und zunächst kaum wahrnehmbar auftreten. Viele Betroffene sind in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Es gilt: «Wer Schulterschmerzen hat, soll sich unbedingt früh melden», rät Steinitz. Unabhängig hiervon ist der Vorteil vor Ort in Dornach: «Wir haben hier für jedes Gelenk Spezialistinnen und Spezialisten.»

Physiotherapie ist mindestens so wichtig wie Chirurgie

«Mein Ziel ist es, dass die Patienten wieder schmerzfrei werden. Oft hilft gezielte Physiotherapie, oder eine Infiltration – das gezielte Spritzen von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mitteln bei der betroffenen Stelle. Nach einer Spritze könne man bereits nach zwei Tagen wieder schmerzfrei unterwegs sein. Eher selten ist auch eine Operation notwendig. «Gerade als Chirurg muss man auch die konservativen Möglichkeiten, also nicht-operative Behandlungen, beherrschen und ernst nehmen», betont Steinitz. Egal ob konservativ oder operativ, das Ziel bleibt gleich: Der Patient soll seinen Alltag beschwerdefrei bestreiten können. «Jegliche Struktur der Schulter kann repariert werden», erklärt der Schulterchirurg.

Jede Woche sieht Dr. Steinitz mit seinen Kolleginnen über 100 Patienten mit Schulterproblemen. Wird das mit der Zeit nicht langweilig, immer das gleiche Gelenk zu behandeln? «Ganz im Gegenteil. Mein Interesse und meine Leidenschaft für das Schultergelenk sind ungebrochen. Es bereitet mir grosse Freude, das Gelenk bis ins kleinste Detail zu verstehen.»


Schulterschmerzen vorbeugen

Zu viel Belastung, zu wenig Bewegung, die falsche Tätigkeit: Unsere Schultern machen in unserem Alltag so einiges mit. Unfälle können wir nicht verhindern, aber Abnutzungen und Erkrankungen können wir zumindest teilweise vorbeugen. Schulterexperte Dr. med. Amir Steinitz rät: «Muskeln aufbauen, Sport treiben, Rumpfstabilität trainieren.» Gerade wer viel sitzt bei der Arbeit, sollte zudem immer wieder aufstehen, ein paar Schritte machen oder Dehnübungen durchführen. Das hilft nicht nur gegen Schulterschmerzen, sondern tut dem ganzen Körper gut.



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