VERNETZTE THERAPIE

Gebündeltes Know-how

In grösseren Spitälern gibt es immer mehr Behandlungszentren. Auch am Spital Dornach wird das Behandlungsangebot ausgebaut und vernetzt.

Die Medizin wird immer spezialisierter. Dadurch können oft bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden. Gleichzeitig droht die Gefahr, dass durch die zunehmende Spezialisierung die Krankheit isoliert und nicht mehr der Mensch als Ganzes behandelt wird. Auch wird es immer aufwendiger, das fachliche Know-how zu bündeln.

Teamarbeit

«Am Spital Dornach vernetzen wir Disziplinen zunehmend stärker», sagt Dr. med. Stefanie Meyer, Leiterin der Endokrinologie. So können Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Adipositas (krankhaftes Übergewicht) sowie Patienten mit Hormonstörungen interdisziplinär behandelt werden. «Die paramedizinischen Anteile wie die Ernährungs- und Diabetesberatung werden aufgewertet, und der Behandlungsweg wird im Team beschlossen», so Stefanie Meyer. Am Beispiel der Übergewichtschirurgie, der bariatrischen Chirurgie, lässt sich dies gut illustrieren: Vor einer geplanten bariatrischen Operation werden Patienten von der Endokrinologin auf Hormonstörungen abgeklärt, die Ernährungsberaterin begleitet den Patienten über viele Jahre vor und nach der Operation. Zusammen mit dem bariatrischen Chirurgen wird dann an einem interdisziplinären Team-Meeting über den weiteren Behandlungsweg des Patienten und eine allfällige Operationsmethode entschieden. Der Mehrwert für die Patientinnen und Patienten ist eine optimale Behandlung – unter einem Dach zusammengefasst.


Stephanie Meyer vor dem Eingang

Disziplinen vernetzen: Dr. med. Stefanie Meyer vor dem Eingang des Spitals Dornach.


Behandlungszentren der Solothurner Spitäler

  • Altersmedizinisches Zentrum – Akute Erkrankungen im Alter sowie psychische und soziale Aspekte
  • Brustzentrum – Umfassende Behandlung von Brusterkrankungen
  • Diagnostik- und Krisenzentrum – Abklärung, Triage und Intervention bei psychiatrischen Erkrankungen und schweren Lebenskrisen
  • Gefässzentrum – Interdisziplinäre Behandlung bei Erkrankungen der Blutgefässe
  • Onkologiezentrum – Interdisziplinäre Behandlung von Tumoren und Bluterkrankungen
  • Schlafmedizinisches Zentrum – Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen
  • Stoffwechselzentrum – Gewichtsprobleme, Diabetes und Hormonerkrankungen

Hier können Sie sich über das medizinische Angebot der Solothurner Spitäler informieren.


Lukas Ebnöther lehnt an einer Türe im Neubau

Schwer krank, intensiv betreut

Ohne zahlreiche Apparate wäre die Intensivmedizin, wie man sie heute kennt, nicht mehr möglich. Die Digitalisierung wird ihr aber noch einmal einen Schub verleihen.

Vier Chirurginnen und Chirurgen vor dem Da Vinci

Der Chirurg an der Konsole

Seit mehr als zwei Jahren werden im Kantonsspital Olten Eingriffe mit dem Operationsroboter da Vinci Xi durchgeführt. Die Bezeichnung «Roboter» kann aber in die Irre führen.

Lean Hospital – sechs Grundsätze

Ein Zusammenspiel zwischen Methode, Arbeitsprozess und Kultur: Das ist Lean Hospital. In den folgenden Videos zeigen Ihnen Mitarbeitende aus dem Bürgerspital Solothurn, was das genau bedeutet.


Weitere Beiträge

Person kocht gerade Tee.

Vernetzte Zusammenarbeit Ergotherapie

In der Ergotherapie ist es unser Ziel, dass die Patientinnen und Patienten möglichst viele Aktivitäten wieder ausführen können.

Dr. Hamad schaut vom Balkon herab.

7 Fragen an Dr. med. Mussa Hamad

In der Psychiatrie gibt es beim Austritt oft Unsicherheiten. Wie schaffe ich es, im Alltag wieder Fuss zu fassen? Was tun, bei einer erneuten Krise? Wichtig sei darum, schon beim Eintritt das Austrittsziel festzulegen, so Dr. med. Mussa Hamad.

Bild vor dem Spital Dornach beim Notfall

Direkt nach Hause

Immer mehr Patientinnen und Patienten gehen direkt in die Notfallstationen der Spitäler statt zur Hausärztin oder zum Hausarzt. Rund drei Viertel der Fälle können entsprechend ambulant behandelt werden.